Wysel Gwerder’s Erinnerungen an Polo Hofer

Text: feldwaldwiesenblogger

„Tschou zämä, es isch schön gsy!“ – So lautete die selber verfasste Todesanzeige von Polo Hofer. Als der Berner Oberländer am 22. Juli starb, war mir sofort klar, dass ich ihn und sein Lebenswerk auch in meinem Blog thematisieren möchte.

Polo Hofer, mit bürgerlichem Namen Urs Alfred Hofer, wurde am 16. März 1945 in Interlaken geboren. Polo war sein Pfadfindername und begleitete ihn ein Leben lang. Nach der obligatorischen Schulzeit erlernte er den Beruf eines Handlitographen. „New Orleans Function“ von Louis Armstrong war die erste Platte in jungen Jahren und Harry Belafonte im Kursaal Interlaken (1955) das erste Konzert.
Stationen von Polo als Trommler und Sänger: The Jetmen (1962 – 1967), Polo’s Pop Tales (1968/69), Rumpelstilz (1971 – 1978), Polo’s SchmetterDing (1978 – 1982), Polo Hofer und die SchmetterBand (1984 – 2002). Ab 2002 folgten The Alpinistos, Polo und Band sowie weitere musikalische Projekte.
Hofer war nicht nur Musiker. Seine Tätigkeiten wie Dichter, Schauspieler, Kolumnist, Maler, Moderator, Produzent, Referent und Lifestyle Consultant lesen sich äusserst vielseitig.

Mir ist bewusst, dass ich Polo und seinem Erbe nicht gerecht werde, wenn ich nur Fakten aus dem Internet zusammentrage und daraus einen Beitrag schustere. Denn zu diesem Zweck empfehle ich Lektüre von Samuel Mumenthaler, einem Berner Jurist, Autor und Musiker. Er gilt als Chronist der Schweizer Musikszene der Gegenwart und kennt Polo bestens. „Polo: eine Oral History“ oder „50 Jahre Berner Rock“ (mit Vorwort von Polo Hofer) sind beispielsweise zwei Veröffentlichungen von Mumenthaler.

Mein Ansinnen ging dahin, dass ich mit einem grossen Polo Hofer-Fan ein Gespräch über seine Erinnerungen an den Mundartrock-Sänger führen wollte. Und: Ich musste nicht lange suchen. Denn in meiner Umgebung kenne ich keinen grösseren Fan und Kenner als Wysel Gwerder. Ich fragte den 51-jährigen Muotathaler an, und dieser willigte sofort ein. Ein Gespräch über seine Erinnerungen an Polo Hofer fand kürzlich bei Wysel zuhause statt, inmitten seiner Erinnerungsstücke.


Wysel Gwerder mit Erinnerungsstücken und Musik von Polo Hofer
Foto: feldwaldwiesenblogger

Welches ist deine erste Erinnerung an Polo Hofer?
Wysel Gwerder: Das war Mitte der 1970iger Jahre. Ich erinnere mich an einen Bericht über Rumpelstilz in der Jugendzeitschrift Pop/Rocky. 1976 habe ich Rumpelstilz anlässlich der FERA im Schweizer Fernsehen gesehen. Sie spielten den Song „Kiosk“. Später habe ich sie immer wieder im Radio DRS gehört.


Rumpelstilz mit „Kiosk“ an der FERA 1976
Quelle: YouTube

Welches war dein erstes Konzert von Polo, welches dein letztes? Wie viele waren es?
Wysel: Das erste Konzert war Mitte der 1980iger Jahre im Stadtkeller in Luzern, und zwar Polo mit der SchmetterBand. Das letzte Konzert war im Sommer 2015 in der Mühle Hunziken in Rubigen.
Ich besuchte insgesamt etwa 60 Konzerte von Hofer. Von Polo’s SchmetterDing habe ich ein Konzert miterlebt. Polo mit der SchmetterBand habe ich etwa 30 Mal live gesehen, mit Rumpelstilz und mit The Alpinistos je fünfmal. Zudem war ich an etwa 20 Konzerten von Polo und Band, welches seine letzte Besetzung war. Ein paar Mal sah ich Polo live bei anderweitigen Projekten.

Erzähle über deine Konzerterinnerungen an Polo!
Wysel: Da sind viele Erinnerungen vorhanden. Meistens war ich mit Kollegen aus dem Muotathal feuchtfröhlich unterwegs. Nicht selten hat uns Polo erblickt und die Delegation aus dem Muotatal speziell begrüsst. Am meisten habe ich Hofer im Stadtkeller live erlebt, nämlich etwa 20 Mal. Man stelle sich vor, der Entertainer spielte dort sage und schreibe 178 Konzerte.
1987 feierte das Mythencenter in Schwyz das 15 Jahr-Jubiläum. Es wurde ein Zelt aufgestellt und Polo trat dort auf. 1988 spielte der Berner Mundartrocker im Casino Schwyz. Bei diesem Konzert herrschte ein dichtes Gedränge und es wurde gehopst und getanzt. Irgendwann gaben zirka zehn Quadratmeter Boden vor der Bühne nach, und wir standen einen halben Meter tiefer… Das hätte schlimm enden können! Nach einem kurzen Unterbruch wurde das Konzert weitergeführt. Dies war unter anderem ein Grund für den Bau des Mythenforums.


Beim Konzert im Casino Schwyz 1988


Wysel (ganz rechts) traf nach dem Konzert im Casino Schwyz Polo
Fotos: Wysel Gwerder

Einmal fuhr ich an ein Konzert nach Biel an die EXPO 02. Ich hatte fünf Tickets und fragte sicher 15 Personen. Aber niemand hatte Zeit mitzukommen. So ging’s halt alleine an die Arteplage nach Biel und ich sah Polo live mit den Rumpelstilz, welche extra für die EXPO 02 ein einmaliges Reunion-Konzert spielten. Das Vorprogramm bestritten übrigens Patent Ochsner, welche live auch immer toll sind. Übrigens: Vor Ort gingen meine vier restlichen Tickets weg wie warme „Weggli“.


Rumpelstilz an der EXPO 02 (Konzertplakat)
Foto: feldwaldwiesenblogger

Für welches Polo Hofer-Konzert bist du am weitesten gereist?
Wysel: Das waren zwei Mittelmeer-Kreuzfahren mit der Rock & Blues-Cruise (2013 und 2016), wo Polo auftrat und zugleich als Musical Director amtete. 2013 waren auch die dustyboots mit von der Partie. Die Roadmusic-Band aus dem Muotatal wurde von Polo eingeladen.


Polo Hofer und Alex Gwerder von dustyboots (Rock & Blues-Cruise 2013)
Foto: Wysel Gwerder

Da Polo Mundartrock spielte, trat er natürlich meist nur in der Deutschschweiz auf. Einmal gingen wir zu Dritt nach Mürren zum Allmendhubel an ein Openair-Konzert von Rumpelstilz. Dies war in den 1990iger-Jahren. Als wir zu später Stunde nach Konzertende mit der Mürren-Stechelberg-Bahn hinunterwollten, war leider bereits Betriebsschluss. So mussten wir zu Fuss durch den Waldweg bis nach Lauterbrunnen. Der Fussmarsch dauerte gut zweieinhalb Stunden und danach fuhren wir noch ins heimische Muotathal zurück.


Openair-Konzert auf dem Allmendhubel in Mürren (in den 1990iger-Jahren)
Foto: Wysel Gwerder fotografierte das Konzertfoto im Restaurant Allmendhubel

Hat Polo auch mal im Muotatal gespielt?
Wysel: Ja, hat er. Er spielte anno 1988 auf der Muotathaler Alp Ober Gschwänd (Bödmeren-Gebiet). Ich habe dieses Konzert leider verpasst, da ich zu jener Zeit auf einer USA-Reise war. Auf Ober Gschwänd feierten einige Männer von der Familie Schuler aus Küssnacht zusammen mit ein paar Kollegen ihren 25. Geburtstag. An diesem Anlass entstand die legendäre „Geissbock-Story“, welche Polo anschliessend an etlichen Konzerten erzählte. Bei dieser Geschichte wurde dem Berner Rocker am frühen Morgen ein Geissbock in sein Zelt geschoben. Aber hört selber, wie Polo bei einem Konzert in der Mühle Hunziken (März 2015) die Begebenheit in allen Details erzählt:


Teil 1 der Geissbock-Story


Teil 2 der Geissbock-Story
Videos: Wysel Gwerder

Deine Lieblings-Alben und Lieblings-Songs von Polo?
Wysel: Einerseits ist das die LP von Rumpelstilz „Live im Atlantis, Basel“ (veröffentlicht 1977), welche inzwischen vergriffen ist. Dazu kann ich nur sagen: Eine Kultband in Höchstform. Andererseits erwähne ich die CD „Polo Hofer singt Bob Dylan 1981 – 2011“ (veröffentlicht 2011). Aus Rohdiamanten (was Dylan-Songs meistens sind) schuf Polo mit der Schweizer Musikelite Perlen.
Am stärksten fand ich Polo sowieso immer, wenn er die feinen Töne anschlug. In den Balladen „Rosemarie und i“, „Im letsche Tram“, „Di gfallene Ängel“, „Stilli Wasser“ und „Wen mys letsche Stündli schlat“ spüren wir das Herz und die Seele dieses Mannes.


Polo Hofer mit „Stilli Wasser“ (30.10.2015)
Quelle: YouTube

Was ist für dich der Reiz oder das Spezielle an Polo’s Musik?
Wysel: Er gab seinen Songs ein Lebensgefühl und vermittelte eine Sprache, die man verstand. Seine Musik begleitete mich durch die Jugend. Die Texte sind stets mit Deutungen und Fingerzeigen, und sagen mit wenigen Worten viel aus.


Quelle: songtexte.com


Quelle: songtexte.com

Polo ist der Begründer und der Vater des Berner Rock, seine Songs sind heute teilweise Volksgut. Alle, die nach ihm gekommen sind, hat er nachhaltig geprägt. Hofer hat wie kein anderer vor ihm die Mundart und die Rockmusik zusammengeführt. Polo hat Generationen in allen Sprachregionen der Schweiz gezeigt, wie viel Kraft und Poesie in der Berner Mundart steckt.

Bist du Polo auch persönlich begegnet?
Wysel: Da gab es einige Begegnungen und hie und da einen Schwatz. Polo hatte ein grosses Allgemeinwissen über fremde Länder und Kulturen. Als die Schweizer Fussballnationalmannschaft einmal in Irland spielte, traf ich ihn in Dublin in der Hotelbar an. Er war auch am Spiel, und wir unterhielten uns darüber. Meistens diskutierten wir aber über Musik, wo er über ein unglaubliches Wissen verfügte. Speziell über die amerikanische Südstaaten-Szene.


Wysel mit Polo bei der Rock & Blues-Cruise 2013
Foto: Wysel Gwerder

Wer war Polo?
Wysel: Polo war der geborene Entertainer, auf der Bühne war er zuhause. Auf dieser übte er gerne eine Hofnarren-Funktion aus. Der Berner war ein Geschichten- und Anekdotenerzähler, war schlagfertig und ein philosophischer Sprücheklopfer. Nachfolgend drei wunderbare Beispiele:

„Als ich klein war, sagte man mir, jeder könne Politiker werden.
Jetzt fange ich an, es zu glauben.“

„Lieber eine freie Marktwirtschaft als eine geschlossene Beiz.“

„Ich trinke erst wieder Milch, wenn die Kühe Trauben fressen.“

Privates gab er nur den Wenigsten preis. Polo war ein Nachtmensch, die besten Ideen kamen ihm stets um Mitternacht bei einem Glas Wein und einem Joint.

Was bleibt von Polo?
Wysel: Das sind in erster Linie sicher seine Musik mit mehr als dreissig veröffentlichten Alben, sowie seine fast dreitausend Live-Konzerte. Weiter fünfzig Jahre Chilbi und Party, welche halt nicht spurlos an ihm vorbeigingen. In Erinnerung werden auch seine Bilder bleiben, welche teilweise öffentlich sind. Zum Beispiel das Cover des ersten KROKUS-Albums. Der Berner bleibt einer breiten Bevölkerung als „Polo National“ in Erinnerung, da er öfters zu verschiedenen aktuellen Themen seine Meinung kundtat.


Polo enthüllte im Mai 2017 eine lebensgrosse Holzstatue seiner Person
Foto: blick.ch

Ich bedanke mich bei Wysel für die wirklich sehr interessanten Informationen, Ausführungen, Anekdoten, Bilder und Videos. Polo’s Erinnerungen bleiben uns dank Fans wie dem Muotathaler erhalten, und in seinem Erbe, der Musik lebt er sowieso weiter. Als Anlehnung an Polo’s Todesanzeige sagte Wysel am Ende des längeren Gespräches: „Tschou Polo, äs isch schön gsi!“

feldwaldwiesenblogger

flätt hüntsch sauft – Das digitale Muotathaler Wörterbuch

Text: Peter Betschart und feldwaldwiesenblogger

Kaplan Alois Gwerder’s Bestseller
Wie der Bote der Urschweiz am 25. Oktober berichtete, wurde der Bestseller „flätt – hüntsch – sauft“ von Kaplan Alois Gwerder in eine digitale Form aufbereitet. Der Muotathaler Volkskundler gab 2001 nach jahrzehntelanger Recherche ein Sammelwerk der Muotathaler Dialektwörter heraus.
Heutzutage eröffnen nebst der Buchform die digitale Technik längst andere Möglichkeiten, Wörter oder Ausdrücke im Internet nachzuschauen. So entschied sich die Kulturkommission der Gemeinde Muotathal zu diesem Schritt und setzte ihr Vorhaben in aufwendiger Kleinarbeit um.

flätt hüntsch sauft“ ist nun seit einigen Tagen online abrufbar. Das digitale Muotathaler Wörterbuch umfasst 11’833 Begriffe und ist bequem am PC, Tablett oder auf dem Handy abrufbar.
Um Jung und Alt auf dieses schöne und gelungene Werk aufmerksam zu machen, wurde nebst Hinweisen in schriftlicher Form auch eine Animation in einem Video erstellt.


Video-Animation: Michael Schelbert

tüütsch und tüütli!
Mundart ist in! Oder heisst das jetzt hip oder cool? Halt! Geht das auch auf Deutsch? Also, zweiter Versuch: Mundart isch diänig, aagseid, modä. Mit meiner Mundart gebe ich bekannt, woher ich komme. Am nüüd aa isch-es mäni ä Muätitaaler! hört man dann und wann. Schwyzer sagen nid, Illgauer niid und Zürcher nöd. Es braucht manchmal wenig, um zu zeigen woher man ist – oder eben nicht. Vielleicht will ich ja gar nicht als Muotathaler erkannt werden oder nicht eister. Zu meiner Jugendzeit vor 40 Jahren konnte es schon passieren, dass man in Schwyz verlachät oder gföppäläd wurde wegen dem Muätitaler-Tüütsch. Das Umgekehrte aber war häufiger der Fall. Mundarten sind auch ein Markenzeichen und viele Personen schätzen sie sehr.

Natürlich wandelt sich die Sprache dauernd. Ich weiss nicht genau, wie sich die heutige Jugend begrüsst. Salü? Guättag? Tschau? Hoi? Zu meiner Zeit war es nicht üblich, sich dabei abzuklatschen oder zu beküssen. Ein einfaches so oder ho genügte im Freundeskreis zur Begrüssung. Zum Abschied vor dem Gehen war es dann ein esä. Jede Zeit hat so ihre Mundart, denke ich manchmal.

Heutzutage fällt mir auf, dass das Wörtchen scho ganz anders gebraucht wird. Früher meinte man damit bereits wie z.B. I bi scho daa. I ha scho ggässä. Heute benutzt man es als Rückfrage, Quittung im Sinne von: Ja was? Sicher? Im Beispiel kann man es besser zeigen: Geschter hani änu ä chlii Glück gha! Der Zuhörer sagt: Scho? Aber vielleicht ist das auch schon out oder durä. Zum Schluss noch eine kurze Geschichte, die mich beeindruckt, aber auch nachdenklich gemacht hat.

Vor nicht langer Zeit war eine Muotathalerin als Lehrtochter im Spital Schwyz tätig. Von ihrer Vorgesetzten wurde ihr bald einmal empfohlen, beim Umgang mit den Patienten nicht so z’muätitaalärä. Die Begründung ist mir nicht bekannt. Witzig finde ich, dass die Lehrtochter aus dem Muotatal fremdsprachig war, also ausländische Eltern hatte. Offenbar war sie stolz darauf zu zeigen, woher sie kommt.
Wie erlebst du den Umgang mit Mundart?

Hinweis: Wenn du Mundartwörter hörst, die dir unbekannt sind, dann ist das digitale Wörterbuch sicher das richtige für dich.

feldwaldwiesenblogger

Hinterthaler Chilbi mit DJ Satzy und dem beliebten Bullriding

Text und Foto: feldwaldwiesenblogger


DJ Satzy und Cassey Doreen werden am Chilbi-Samstag so richtig einheizen

MUOTATHAL: Zum 49. Mal findet vom 13. bis 15. Oktober die Hinterthaler Chilbi statt.
„Statt is Näscht, gömmer a d’Hinterthaler Chilbi!“: Ländlerzelt, Altä Tällä, grosses Festzelt, Schwinger-Bar, TC Pragel-Bar, Qüöllfrisch-Bar, Restaurant Schlüssel, Restaurant Bödeli, Bastards Place und Grill. Lüpfige Unterhaltung, rockige Klänge und feine Chilbi-Spezialitäten sorgen für viel Gemütlichkeit. Am Freitag ist um 17.00 Uhr im Altä Tällä Chilbi-Eröffnung. Möglich ist eine Tischreservation für Firmen und Gruppen. Dafür gibt’s für 5 Franken Bier und „Arbeiterwürst“.
Als Highlight werden am Samstagabend DJ Satzy und Cassey Doreen gehandelt. Weitere DJ’s, Ländlerkapellen und Rockbands werden die Stimmung weit über den Siedepunkt bringen. Als spezieller Gaumenschmaus wird von Freitag bis Sonntag „Hafächabis“ im Ländlerzelt angeboten. Der Chilbi-Verein organisiert zudem grosse Mengen „Zuckerwattä“. Gerüchten zufolge wird die im Vorfeld für viel Aufsehen sorgende Chilbi-Hymne live präsentiert.

Kuhl Kids führen wieder das grosse Festzelt
Das grosse Festzelt auf dem „Sunnäplatz“ wird zum zweiten Mal von den „Kuhl Kids“, einer Muotathaler Jungmänner-Gäng, geführt. Ebenfalls zum zweiten Mal öffnet die Qüöllfrisch-Bar bei „ds Bätschäts-Huus“ ihre Türen. In der Schwingerbar trifft man nebst Schwingern auf originelle DJ‘s.
Am Sonntag wird um 10.15 Uhr beim Chappeli eine Jodlermesse mit dem Jodlerklub Muotathal gefeiert. Bei schlechtem Wetter wird die Messe im grossen Festzelt abgehalten. Anschliessend wird im Festzelt zu Ländlermusik und Jodelgesang das Mittagessen serviert. Diverse Unterhaltungsmöglichkeiten der etwas anderen Art wie Bullriding oder ein Clown (um 14 Uhr), sowie weitere lustige Attraktionen runden den Sonntag ab. Im Bastards Place erfolgt am Sonntagabend der Ausklang der Chilbi.
Die attraktive Hinterthaler Chilbi ist für Jung und Alt ein Besuch wert!

feldwaldwiesenblogger

Bad Sin – Die ultimative Rock’n’Roll-Band aus dem Muotatal

Am 19. Januar, einem Donnerstagabend, stattete ich der Muotathaler Rock’n’Roll-Band Bad Sin einen Besuch ab. In ihrem gemütlichen „Rümli“, wie sie ihren Proberaum fast liebevoll nennen, setzten wir uns auf die gemütliche Couch. Bei einem Bierchen erzählten mir die vier Jungs von ihrer Band, ihre Vorgeschichten und was alles rund um ihre „Böse Sünde“ abläuft.

Bad Sin wurde 2015 gegründet. Drei der vier Mitglieder proben aber schon seit 2002 gemeinsam im „Rümli“, vorher als Asskick und The Sinalcos. Wer aber spielt alles bei Bad Sin?

Sandro „Blundi“ Ablondi: Der 36-Jährige Muotathaler ist Leadsänger und Gitarrist von Bad Sin. Blundi erlernte den Beruf eines Maurers und arbeitet mittlerweile bei der Inderbitzin AG. Er sagt von sich, dass er nicht geschieden und nicht verheiratet sei. Blundis musikalische Laufbahn begann bei den Lumber Jack, zusammen mit Urs Imhof, Sandro Imhof und Marco Suter. Blundi dazu: „An einer Hinterthaler Chilbi spielten wir mal ein Konzert.“ Später kam die Band Morsachum hinzu, und irgendwann No Class, wo er heute noch spielt. Dann wurde aus Morsachum die Band Asskick. Nachdem Asskick Geschichte war, folgte The Sinalcos, die Vorgängerband von Bad Sin.

Beat Immoos: Der aus Morschach stammende Lead-Gitarrist ist 38-jährig und absolvierte eine Lehre als Elektromonteur. Beat arbeitet schon seit gut 16 Jahren bei der Firma Späni Zentralstaubsauger. Seine musikalischen Aktivitäten startete er um das Jahr 1995 bei Morsachum. Nach Morsachum kam Asskick. Später spielte Beat auch bei Beny Beny and the Loosers, Dirty Beats, Krolok, Five and half Thumbs und The Sinalcos. Zwischendurch betätigte er bei Five and half Thumbs auch den Bass. Inzwischen ist der Elektromonteur wieder an der Gitarre: „Back to the roots“, wie er dazu meint. Übrigens: Mit Blundi macht Beat schon seit etwa 20 Jahren gemeinsam Musik.

Sandro Köchli: Der Drummer ist der jüngste der Band, Muotathaler, 30-jährig und ausgedienter Zivilschützler. Köchli ist verheiratet und wird im kommenden April bereits zum dritten Mal Vater. Der gelernte Maurer arbeitet heute in einer Zimmerei. Den musikalischen Start erlebte Köchli im zarten Alter von 12 Jahren mit Entrails, bei welchen er mit Marcel Betschart, Carlo Gwerder und Jörg Gwerder musizierte. Im April 2000 kam der Schlagzeuger als 13-Jähriger zu Asskick. Beat: „Mit Sandro kam der Schnitt und wir machten aus Morsachum Asskick“. Mit Beat und Blundi macht Köchli bereits um die 17 Jahre Musik.

Heiner „Ozzy“ Suter: Der 33-jährige Illgauer zupft den Bass und ist für die Backing Vocals zuständig. Ozzy ist geschieden, hat zwei Kinder und ist von Beruf Treuhänder. Er begann seine musikalische Laufbahn bei der Illgauer Rockband Craft, welche sich inzwischen in Greatdane umbenannt hat. Nebst Greatdane spielt Ozzy auch noch bei Easy Daisy, bei welchen auch Köchli und Blundi dabei sind. Köchli ergänzt: „Unser aller erster gemeinsamer Auftritt spielten Ozzy und ich bereits in ganz jungen Jahren. Und zwar bei einem Konzert der Musikschule Muotathal-Illgau.“

Die Mitglieder von Bad Sin erklärten, dass sie einmal pro Woche jeweils an einem Dienstagabend proben. Letztes Jahr spielten sie neun Auftritte, insgesamt waren es bisher um die 20 Auftritte.

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Bad Sin auf dem Sofa: Blundi, Köchli, Beat und Ozzy (von links nach rechts)
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Wie kam es zur Gründung von Bad Sin?
Blundi: Mit The Sinalcos machten Beat, Köchli und ich zu dritt Musik. Ich sagte zu Beat schon lange, dass er wieder an die Lead-Gitarre soll. Eigentlich ist das wie Perle vor die Säue geworfen, wenn er Bass spielt. Uns war dann klar, dass wir einen Bassisten brauchen. Ich hatte schon von Anfang an einen im Kopf, und das war Ozzy. Der perfekte Mann für uns.
Beat: Nebenher lief sowieso das Projekt Easy Daisy. Deshalb kannten Köchli und Blundi Ozzy bereits. The Sinalcos gibt es nun nicht mehr. Aus dieser Formation entstand zusammen mit dem Illgauer Bad Sin.
Köchli: Als wir Ozzy anfragten, sagte er eigentlich sofort zu. Dann kam das Ganze ins Rollen, und wir starteten im Frühling 2015 mit den Proben. Das „Sahli Rock“ 2015 war unser erstes Konzert als Bad Sin.
Blundi: Als wir zu proben begannen, hatten wir es sehr lustig miteinander.
Beat: Es ist zwar schön, im Trio zu musizieren. Man ist aber auch eingeschränkt bei den Songs, die man spielen kann. Zudem klingen die Songs im Quartett einfach voller. Mit Ozzy haben wir eine weitere Möglichkeit, welche wir bisher nicht hatten: Background-Gesang.

Wo seht ihr eure Einflüsse?
Köchli: Zu diesen gehören AC/DC, Rose Tattoo, Status Quo, Chuck Berry, CCR, Johnny Winter oder Motörhead.
Beat: Rock aus den 1970iger-Jahren beeinflusste uns sehr. Weiter auch viele gute Klassiker der Rockgeschichte, wie von den Black Sabbath oder Led Zeppelin.

Von welchen Bands spielt ihr „Covers“?
Beat: Wir versuchen tolle Covers von nicht unbedingt bekannten Songs im Programm zu haben. Übrigens: Mit Bad Sin spielen wir nicht die gleichen Songs wie bei The Sinalcos. Ins Repertoire wurden neue Songs aufgenommen.
Ozzy: Es handelt sich dabei um Covers von Rose Tattoo, AC/DC, Status Quo, Rolling Stones, CCR, The Faces oder Aerosmith.
Blundi: In unserem Programm sind natürlich Songs von Bands, von welchen wir beeinflusst wurden. Bei uns kann jeder Songvorschläge bringen. Wir spielen im Proberaum die Songs an, und wenn sie allen gefallen, nehmen wir sie ins Repertoire auf.
Beat: Viele Bands, welche uns beeinflussten, und von welchen wir Covers nachspielen, sind zugleich unsere Lieblingsbands.

Wie sieht es mit Eigenkompositionen aus?
Köchli: Im jetzigen Repertoire befinden sich bereits drei Eigenkompositionen, welche wir mittlerweile regelmässig live spielen.
Blundi: Der Stil ist wie gehabt Rock’n’Roll, so wie ihn heutzutage nicht mehr viele bringen. Wie der Rock’n’Roll früher war, ohne grossen Schnickschnack. Zudem sind wir an weiteren eigenen Songs dran.
Beat: Blundi kommt mit den Ideen. Wir beide sitzen zusammen und arrangieren diese. Er schreibt auch die Texte, welche in Englisch verfasst sind.
Blundi: Es ist schon viel wert, wenn die Gitarristen wissen, was sie spielen sollen. Und: Bisher war es bei jeder neuen Song-Idee so, dass der Bassist und der Drummer so spielten, wie ich es mir vorgestellt habe.
Ozzy: Lange darüber diskutiert haben wir bisher noch nie. Wir spielten diese Songs einfach.

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Bad Sin an ihren Instrumenten
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Was für Ambitionen hegt ihr, oder anders gefragt: Verfolgt ihr gesteckte Ziele?
Beat: Nein, nicht mehr. Früher hätte man vielleicht mehr Ambitionen gehabt.
Blundi: Wir tun es aus Spass. Darum fühlt es sich auch so gut an, weil wir nichts müssen. Ziel ist es, gute Shows zu spielen.
Köchli: Wir wollen nichts erzwingen. Schön ist es, wenn es bei den Auftritten etwas zu essen gibt. Das ist gewöhnlich die erste Frage von Ozzy.
Ozzy: Ich möchte einfach den Plausch haben. Wir proben auch nicht stur, manchmal ist es mehr ein „jammen“.

Ist gar eine CD im Gespräch?
Ozzy: Ich sehe es als Fernziel.
Blundi: Ich denke, wenn wir einige Eigenkompositionen beisammenhaben, möchten wir sie sicher aufnehmen. So eine CD würde nur eigene Songs beinhalten. Wir sind nämlich nicht KROKUS!
Beat: KROKUS haben Coverversionen auf ihrem neusten Tonträger verewigt, die man gar nicht besser als das Original spielen kann. Wenn wir Covers ins Programm aufnehmen, schauen wir oft darauf, dass diese eher die „B-Seiten“ von bekannten Singles waren.

Im Raum Schwyz habt ihr einen exzellenten Ruf als Rock’n’Roll-Band. Wie weit kennt man euch inzwischen?
Ozzy: Wie weit geht der Raum Schwyz?
Köchli: Wir spielten bisher im Raum Schwyz, Einsiedeln und in Ausserschwyz auf.
Beat: Für dieses Jahr erhielten wir auch Anfragen für Sennwald SG oder Bubendorf BL. Hinter der Anfrage von Bubendort steckt Cello Hertner, der Tastenmann von dustyboots. Aber wir müssen natürlich darauf schauen, ob die Termine allen passen.
Blundi: Letztes Jahr spielte ich insgesamt 42 Konzerte, sehr viele mit No Class. Aber die Termine liessen sich immer gut vereinbaren, auch mit Bad Sin. Diesen Umstand verdanke ich meiner übersichtlichen „Analog-Agenda“.

Wo sieht man euch dieses Jahr live?
Köchli: Den ersten Auftritt des Jahres spielten wir bereits am 14. Januar im Bastards Place. Der nächste Termin ist das Handballfest vom KTV Muotathal am 25. März.
Beat: Beim Grümpi in Muotathal sind wir gebucht, weiter bei den Einsiedler Musiktagen. Offen ist die bereits angesprochene Anfrage betreffs Sennwald und eine für November im Zürich-Oberland.
Blundi: Wenn ich mit den No Class unterwegs bin, rühre ich für Bad Sin stets auch die Werbetrommel.
Ozzy: Die Anfragen kommen meistens über unsere Facebook-Seite rein. Diese Seite hat Beat in Betrieb genommen, und unterhält sie auch.
Beat: Eine Facebook-Seite ist sehr praktisch, und sie kann einfach auf dem neusten Stand gehalten werden. Eine Homepage zu betreiben ist so eigentlich gar nicht nötig. Auf Facebook sehen nämlich relativ viele Leute, was läuft.

Wie bereitet ihr euch jeweils auf ein Konzert vor?
Beat: Mental, jeder auf seine Weise. Einige sind schon ein wenig nervös vor einem Gig.
Blundi: Vor einem Konzert spielen wir in einer Probe nochmals alles durch. Kurz vor dem Auftritt trinken wir zusammen ein Bier, und erzählen uns schmutzige Witze.

Lebt ihr eigentlich ein Rock’n’Roller-Leben, gemäss dem Motto „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“?
Alle lachen.
Blundi: Ja!
Köchli: Das kann man schon sagen!
Ozzy: Der Sex dürfte noch mehr sein!
Beat: Heutzutage heisst das „Kuschelsex, Laktoseintoleranz und Helene Fischer“!

Was denkt ihr über das aktuelle Musikgeschehen hier im Raum Schwyz?
Köchli: Es hat einige gute Bands, schon immer gehabt. Kanton Schwyz rockt – der Rock’n’Roll boomt hier einfach! Wir erlebten das im vergangenen Dezember beim Konzert im Gaswerk.
Ozzy: Muotathal, Illgau – da geht einiges an Musik ab. Auch mit jungen Bands. Wenn es nur überall so wie bei uns wäre.
Beat: Auch in Gersau oder Einsiedeln hat es eine lebendige Musikszene.

Wie sieht das in der übrigen Schweiz aus?
Blundi: Ich durfte schon einige Auftritte erleben, auch mit No Class. Aber die Stimmung ist nirgends so wie bei uns im Muotatal, wo das noch richtig zelebriert wird. Keinem ist es hier in den Kopf gestiegen und man kann sich praktisch mit allen unterhalten. Auswärtige Bands spielen einfach anders, moderner. Wenn du hier Rock’n’Roll spielst, wissen die Leute, wie es klingen muss. Das ist auswärts einfach anders.
Köchli: Es ist das Muotatal selber, es ist nicht mal Schwyz. Hier ist es einfach speziell, mit dem rauen Sound.
Ozzy: Eine so tolle Stimmung an Konzerten wie im Bastards Place oder früher in der Vorhöll triffst du fast nirgends an.
Beat: Wir traten vor einigen Jahren mit The Sinalcos als Vorband von den Backstreet Girls in der Vorhöll auf. Das war schon spitze!

Was wünscht ihr Euch für dieses Jahr?
Blundi: Ein neues Velo! (Alle lachen)
Köchli: Das Ziel wäre, den Proberaum ein wenig zu renovieren. Ein neuer Boden samt neuem Teppich wäre schön. Wenn dieser Boden sprechen könnte, wüsste er einiges zu erzählen…

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Bad Sin live im Gaswerk in Seewen SZ (17. Dezember 2016)
Bildquelle: schulerfotos.ch

Auf der bandeigenen Facebook-Seite beschreibt sich Bad Sin so: „Rock’n’Roll ehrlich und laut, mal lustig mal versaut, und durstig wenn’s haut!“ Beim Interview sprachen die vier lustigen und durstigen Rock’n’Roller oft ihren Proberaum an. Hier haben sie gewissermassen ihr zweites Zuhause. Nebst den Proben gehört auch das Gesellige dazu. Zudem hatten sie schon etliche Male Besuch. So fand 2007 im „Rümli“ eine legendäre Jamsession mit einem Rose Tattoo-Gitarristen statt. Die australischen Rocker spielten damals in der Konzerthütte hinter dem Restaurant Alpenrösli. Die musikalische Party ging dann im Proberaum weiter, bis ihnen die Vermieterin den Strom abdrehte. Blundi dazu: „Aber ansonsten haben wir es sehr gut mit unserer Hausmeisterin. Mit ihr haben wir ein gutes Los gezogen! Sie hatte es sicher nicht immer einfach mit uns. Wir haben uns aber etwas gebessert.“
Nebst der erwähnten Jamsession waren auch schon die Backstreet Girls, eine Rockband aus Oslo, im Proberaum. Die Norweger spielten tags darauf in der Vorhöll.
Beat ergänzt: „Es wurden schon einige Feste hier unten gefeiert. Einst waren unsere Proben wie kleine Konzerte, und es befanden sich fast jedes Mal um die zehn Zuschauer oder gar mehr im Rümli.“ Köchli lud gar dereinst zum Polterabend. Der Proberaum wüsste also einige Geschichten zu erzählen.
„Mit Krolok spielten wir hier unser letztes Konzert. Damals wurden 43 Personen hier drin gezählt“, rundet Köchli dieses Thema ab.

Ich bedanke mich bei Bad Sin für das Gespräch, bei welchem sehr viel gelacht wurde, und wünsche ihnen für ihren weiteren Weg alles Gute. Zum Schluss des Interviews meinte Blundi: „Jetzt trinken wir noch ein Bier!“ In dem Sinne: Prost zusammen!

feldwaldwiesenblogger

Warum „Fliegender Ring“ erscheinen soll – Ein Gespräch mit Aldo Betschart (Teil 2)

Am 23. Dezember besuchte ich Aldo Betschart (Gigers Aldo) in Zürich. Da ich dem Schriftsteller und Musiker zu verschiedenen Aspekten 20 Fragen stellte, fiel das Gespräch dementsprechend lange aus. So hatte ich hinterher Stoff für zwei Blogbeiträge.

Zur Erinnerung: Im Teil 1 erwähnte ich Aldos Erklärungen zum „Bettelbrief“, was er mit diesem beabsichtigt und wie das Echo darauf bislang ausfiel. Während des Verfassens des ersten Beitrages erreichte mich die Nachricht von Aldo, dass inzwischen rund 700 Franken zusammengekommen seien.

Nebst dem Bettelbrief war auch der Inhalt des Romans „Fliegender Ring“ beim ersten Teil ein Thema, notabene das bisher vierte Buch von Aldo. Des Weiteren befragte ich den 45-Jährigen wie er sich seinen Lebensunterhalt verdient, was ihm Familie bedeutet oder was für Dinge des Weltgeschehens ihn beschäftigen.

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Aldo, der Denker
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Die künstlerische Tätigkeit von Aldo:

An was für Projekten arbeitest du momentan?
Ich habe soeben das Layout zum Roman „Fliegender Ring“ fertig gestellt. Es wäre eigentlich parat zum Drucken. Daniel Frick, ein Freund von mir, wird für mich den Umschlag des Buches gestalten.
Weiter bin ich wieder an einem neuen Buchprojekt. Erst mache ich mir jeweils Notizen, und lasse diese über Monate „gären“. Mache mir dann wieder Gedanken, ergänze die Notizen und streiche auch Sachen raus. So lange der Roman „Fliegender Ring“ aber nicht vorliegt, kann ich dies nicht richtig in Angriff nehmen. Für mich ist nämlich enorm wichtig, erst das eine zu beenden.
Bei meiner Band „Despu Palliton“ habe ich soeben die Gesangsparts eingesungen. Unser finnischer Freund Janne Wrigstedt nahm mit uns sechs Songs auf. Das wird wirklich toll! Wir wollen im Frühling etwas veröffentlichen, sind uns aber noch nicht ganz im Klaren, in welcher Form. Es wird vermutlich eine Demo- oder Promo-CD sein.

Was ist eigentlich die Quelle deiner Inspiration?
Ich habe einen inneren Drang, mit meinen künstlerischen Ausdrucksweisen etwas zu machen. Es treibt mich eine gewisse latente Ruhelosigkeit, die ich so kanalisiere und gibt mir eine gewisse Ruhe und Ausgeglichenheit. Wenn ich ein wenig am Rumstänkern bin, sagt meine Frau Dana manchmal: „Geh doch in den Proberaum, es tut dir gut.“ Sie weiss, dass mich das zufrieden macht, und ich wieder ausgeglichener heimkomme.

Wie kamst du seinerzeit zum Schreiben?
Als Kind habe ich gar nicht so viel gelesen. Mein erstes Buch war „Der rote Seidenschal“ von Federica de Cesco, welches mir mein Grossvater schenkte. So richtig gepackt hat es mich erst in der Pubertät. Ich las damals so Sachen wie Hesse oder Hemingway. In Mathematik war ich nie gut, Zahlen haben mich nicht interessiert. Ich las aber gerne und schrieb gerne Aufsätze. Während der Schulzeit sagte mir mal ein Lehrer: Ich soll doch mehr schreiben. Denn er hatte immer Spass, wenn ich eine Geschichte schrieb. Vor allem dann, wenn er mich ins Lehrerzimmer schickte, und ich als Strafaufgabe eine Geschichte verfassen musste. Ich kam jeweils innert kürzester Zeit mit mehreren Seiten retour. Der Lehrer meinte, dass ich das gerne machen würde. Ich entgegnete ihm, dass ich das lieber mache, als im Klassenzimmer zu sitzen. Kurze Zeit später nahm ich mir vor, eine erste Kurzgeschichte zu schreiben, und sass an eine Schreibmaschine. Diese Geschichte zeigte ich aber niemandem.
Das Schreiben kam wie automatisch. Ich bin richtiggehend reingewachsen. Anfangs der 1990iger Jahre schrieb ich bewusst die ersten Geschichten. Mit der damaligen Band Verwaint war es mir nie schwer gefallen, Songtexte zu verfassen. Das grösste Problem war höchstens die Übersetzung mit meinem schlechten Englisch.

Gesetzt der Fall, ein interessanter Verlag würde an dich herantreten und dir absolute künstlerische Freiheit bieten, würdest du einen Vertrag mit ihnen eingehen?
Ja. Wenn das gewährleistet ist, sofort. Wenn ein Verlag mir die Freiheit gäbe, dabei alles seriös ablaufen würde, und das Buch dann wirklich im Buchladen ausgelegt ist. Für mich wäre das kein Thema, wenn ich dadurch viele Leute erreichen könnte, und mir keine Gedanken mehr machen müsste, wie der nächste Lohn reinkommt. Das ist manchmal schon ein gewisser Druck, der auf mir lastet.

Wäre so eine Absicherung, wie bei der vorherigen Frage angesprochen, nicht auch ein Traum von dir, dass du gar davon leben könntest?
Ein Traum ist es sicher. Wie früher, als wir mit unserer Musik begannen, und damit die Welt erobern wollten. Und natürlich wäre es auch ein Wunsch. Ich müsste lügen, wenn ich Nein sagen würde: Denn so könnte ich wirklich das machen, was ich am liebsten machen würde.

Wie läuft es mit deiner Band Despu Palliton?
In kommerzieller Hinsicht miserabel. Aber hinsichtlich der Kreativität der Band läuft es super. Wir sind als Band einfach an einem toten Punkt angelangt, was die Konzerte anbelangt. Wir mögen uns hier nicht mehr anbiedern, und ich mag nicht mehr immer an den gleichen Orten auftreten. Denn geschätzt wird es überhaupt nicht. Wir konzentrieren uns nun voll auf Deutschland und Österreich. Zusammen mit unserem Freund Janne Wrigstedt, welcher uns produziert und unterstützt. Wir sind nun aktiv an der Konzertplanung für 2017.
Das Schweizer Publikum ist mit der Schwemme Bands komplett überfordert. In Deutschland und Österreich besteht ein anderes Interesse. Deshalb konzentrieren wir uns nun mehr nach aussen. Mit der Absicht, dass wir dort jeweils gleich drei oder vier Tage unterwegs sind. Das ist unser grosses Ziel! Deshalb lebt unsere Band noch, und alle sind leidenschaftlich dabei. Wir sind noch lange nicht fertig. Ich habe das Gefühl, das für uns noch viel passieren kann. Wir wollen schliesslich nur spielen, und nicht weltberühmt werden.

Was gibt dir das kulturelle Schaffen?
Es ist ein Teil von mir und macht mich zufrieden. Wenn ich manchmal Dampf im Kessel verspüre, hilft die Musik und das Schreiben, so gegensätzlich diese beiden Formen sind, und bringen mich in eine innere Ausgeglichenheit. Ich brauche die Szene nicht um mich herum, geniesse das kulturelle Schaffen einfach für mich.

Thema Muotathal:

Wieso zogst du eigentlich vom Muotatal weg und wohnst nun in Zürich?
Das ist eine gute Frage. Ich zog 1999 vom Muotatal weg und ging nach Amerika. Kurz vorher musste ich mich einer schweren, mehrstündigen Operation unterziehen. Nach der Operation habe ich ein altes Leben hinter mich gelassen. Ab dann begann für mich wie ein zweites Leben. Für mich gibt es die Zeit im Muotatal, wo ich bis im Alter von 27 Jahren lebte, und die Zeit danach.
Ich spielte schon vorher mit dem Gedanken, dass ich in meinem Leben etwas grundsätzlich verändern muss. Es hat nichts mit dem Muotatal an sich zu tun, ich habe es heute noch gerne. Ich habe aber gespürt: Wenn ich nicht gehe, kommt es nicht gut. Es war für mich wie ein Befreiungsakt.
Ich kam auf Umwegen nach Zürich. Wegen einer Lungenentzündung kehrte ich von Amerika heim. Anfangs 2001 hockte ich wieder im Muotatal, und es schneite richtige Haufen. Das war mir alles einfach zu viel, nach der intensiven Zeit in den USA. Mein Weg führte mich nach Zürich und ich kam bei einem guten Freund in dessen Mansarde im Niederdorf unter. Für mich war klar: Wenn ich wieder richtig gesund bin, suche ich in dieser Stadt einen Job. Ich habe die Anonymität und den Neustart richtiggehend gebraucht. In Zürich bin ich auch näher am Puls.

Ist dir als künstlerisch arbeitende Person das ländlich-urchige Muotatal, im Vergleich mit dem urban-lärmigen Zürich, zu engstirnig (geworden)?
Nein, überhaupt nicht. Man kann die beiden Orte nicht miteinander vergleichen. Es gab damals, als ich fortging, im Muotatal auch immer mehr Bands. Ich wollte für mich ein neues Umfeld. Und es war vor allem in meinem Kopf drin. Ich habe dieses Tal immer gerne gehabt, so wie es ist: Mit seinem Brauchtum, den Traditionen und der volkstümlichen Musik. Dies habe ich auch immer respektiert. Ich war lange genug dort zuhause und muss ehrlich gestehen, dass ich mich schon nach mehr Puls gesehnt habe.

Inwiefern prägte dich die Zeit mit der Muotathaler Naturcore-Band Verwaint?
Für mich war dies das Beste, was ich je in meinem Leben begonnen habe. Mit Menschen Musik machen, in einer Band spielen. Mein Leben wäre grundlegend anders verlaufen, wenn ich mit dem nie angefangen hätte. Ich verdanke so viel diesem Schritt, dass wir im Muotatal eine Band gegründet haben. Wir lernten sehr viele Leute kennen. Einige davon sind nun meine besten Freunde, welche ich sonst nie getroffen hätte.
Da den einen nicht gefiel was wir machten, gehörte auch ein gewisser Mut zur Sache dazu. Wir haben es trotzdem gemacht. Ich habe Freude daran und ich denke gerne an die Band zurück.

Wie gross ist deine Verbindung noch zum Muotatal?
Ich habe einen guten Bezug zum Tal. Auch wegen meinen Eltern oder dem Götti von Philon, die dort leben. Wenn ich im Muotatal zu Besuch bin und dort auf einer Eckbank mit einer Schar Leute zusammensitze, wird mir jedes Mal klar, dass ihnen der „Schnabel“ gleich gewachsen ist wie mir. Es ist einfach ein anderer Menschenschlag, welchen ich in Zürich ab und zu vermisse. So eine Ehrlichkeit und so ein natürlicher ungezwungener Humor sind für mich schon ganz speziell.
Ich reise zwar nicht viel ins Muotatal. Für mich ist aber ein Besuch dort fast wie Therapie, wenn ich mit meiner Familie bei Bruno Suter im Restaurant Hölloch übernachten kann.

Wer Aldo eine Spende für seinen neuen Roman zukommen lassen will, kann ihn über seine Homepage kontaktieren. Auf dieser findet sich auch eine Leseprobe von „Fliegender Ring“.
Ich für meinen Teil habe es genossen, mit diesem leidenschaftlichen Schriftsteller und Musiker ein äusserst interessantes Gespräch zu führen und hinterher zwei Textteile zu verfassen. Der 45-Jährige ist für mich eine faszinierende Persönlichkeit. Einerseits ist er ein bodenständiger Muotathaler geblieben, andererseits spürt man schon, dass er mit dem Puls von Zürich lebt.
Ich wünsche Aldo und seiner Familie für 2017 nur das Beste und dass seine Träume ein Stück weit in Erfüllung gehen!

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Warum „Fliegender Ring“ erscheinen soll – Ein Gespräch mit Aldo Betschart (Teil 1)

Kürzlich erhielt ich vom Muotathaler Aldo Betschart, einem Schreiberling und Musiker, elektronische Post. Schnell war klar um was es ging: „Es handelt sich um einen Spendenaufruf zur Mitfinanzierung meines neuen Romans.“ Aha! Aldo hat also ein neues Buch geschrieben. „Mit einem Betrag von zirka 1500 Franken könnte ich eine erste Auflage von 100 Stück drucken lassen. Hierbei würden all jene, die zwischen 15 und 20 Franken spenden, nach der Buchproduktion ein Exemplar erhalten und als Dankeschön auch im Anhang des Buches erwähnt werden.“
Im Anhang der Email befand sich zudem ein pdf-File mit dem Titel „Der etwas andere Bettelbrief von Aldo Betschart“.

Anderntags erschien im Bote der Urschweiz zum Spendenaufruf von Aldo ein kurzer Beitrag. In meinem Kopf begann das Karussell zu drehen und verschiedene Gedanken flogen durchs Gehirn. Folgender Satz von Aldo blieb im Gedanken-Karussell hängen: „Mir geht es nur darum, den Roman herausgeben zu können. Leider verfüge ich zurzeit über keinerlei finanziellen Mittel. Das ist ziemlich frustrierend.“
Ich fasste den Entschluss, den Verfasser des „Bettelbriefs“ auf meine Weise zu unterstützen und begann ein längeres Interview mit ihm zu planen. Denn der erwähnte Bote-Beitrag war relativ kurz. Es war mir auch ein Anliegen, mit Aldo über verschiedene Aspekte ein Gespräch zu führen. Überdies hatte ich seinen Namen und sein künstlerisches Schaffen schon eine Weile auf meiner Pendenzenliste.

Der 45-Jährige schreibt als Einleitung im besagten Anhang: „Fundraising oder: Ein Bettelbrief, der hoffentlich mal gut ankommt.“ Weiter erwähnt er, dass er sich dafür nicht länger zu schade ist. Der Zeitpunkt für seinen Spendenaufruf legte Aldo geschickt kurz vor Weihnachten. „Wenige Wochen vor Weihnachten sehen wir uns von jener Sorte von Briefpost überschwemmt“, und: „Als ob ich nicht selbst eine Spende gebrauchen könnte!“ Er erklärt weiter, dass es ihm schon rein von der Erziehung her nicht leicht fiel. Gigers Aldo, wie er in Muotathal genannt wird, ist aber überzeugt von seinem neusten Roman „Fliegender Ring“: „Die Situation verlangt tatsächlich danach“, ergänzt er voll Selbstvertrauen.

Es ist Aldos viertes Buch, ihm fehlen für die Veröffentlichung aber die finanziellen Mittel, es drucken zu lassen. Dazu meint er ehrlich: „Als Freischaffender, der seine Kinder nicht nur abends sehen und ebenso wenig seine musikalischen und schriftstellerischen Tätigkeiten vernachlässigen möchte, verdiene ich momentan einfach zu wenig Geld für die Buchproduktion.“ Zudem beteuert er, dass alles, was hereinkommt, zur Produktion des Romans verwendet wird: „Auf Ehre und Gewissen!“
Zur Handlung seines neusten Streiches führt Aldo an, dass es ein temporeicher und ziemlich humorvoller Unterhaltungsroman ist. Ort der Handlung sei das heutige Zürich.

Mit 20 Fragen im Gepäck fuhr ich einen Tag vor Heiligabend nach Zürich. Aldo lebt mit seiner Frau Dana sowie den beiden Kindern Philon und Jemina (siebeneinhalb respektive viereinhalb Jahre) in einer heimeligen Wohnung. Die interessantesten Gespräche entwickeln sich immer in der Küche. Auch diesmal, und schon bald waren wir mitten drin.

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Gigers Aldo, Autor von „Fliegender Ring“
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Zum Bettelbrief:

Was für ein Echo hat dein „Bettelbrief“ bislang ausgelöst?
Bisher ziemlich verhalten, aber auf der anderen Seite sehr erfreulich für mich. Ich habe bereits sechs oder sieben Spenden bekommen, teilweise von Leuten, die ich nicht kenne. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht mit viel gerechnet habe. Zuerst sehen die Leute halt, dass da einer nur Geld möchte. Ich habe aber auch von solchen gehört, die noch etwas spenden möchten, meine Adresse aber nicht hatten. Ich denke, wer spenden will, wird mich via Internet schon finden.

Am 27. Dezember schrieb mir Aldo:
„Seit du am 23. Dezember hier gewesen bist, haben weitere Personen gespendet. Die Freude ist gross, habe ich doch angenommen, die Sache sei bereits im Sand zerlaufen. Inzwischen sind rund 700 Franken zusammengekommen; das reicht zwar nicht ganz für den Druck, zeigt aber, dass mein Aufruf nicht vergebens gewesen ist.“

Fiel es dir schwer, einen Bettelbrief in Umlauf zu bringen?
Als ich es machte, nicht. Aber vorher. Ich habe jahrelang von Bands, die zum Beispiel für Aufnahmen gesammelt haben, gedacht, dass ich es nicht so machen möchte. Irgendwann konnte ich mich auch dazu durchringen, sagte mir aber: Man muss den Leuten etwas dafür geben. Mit einer Garantie, dass etwas zurückkommt. Mit dieser Idee fiel es mir nicht schwer, den Bettelbrief in Umlauf zu bringen. Mich nahm es zudem extrem Wunder, wie die Leute darauf reagieren.

Nenn mir drei Gründe, warum ich dein Buchprojekt unterstützen soll?
Grund eins: Weil ich seriös schreibe, dran bin und nicht einfach nur ein Geschreibsel abliefere. Grund zwei: Jeder, der mich dabei unterstützt, fördert die ganze Tätigkeit. Es ist für mich auch eine Anerkennung, die gut tut. Grund drei: Der Stoff, den ich niederschrieb, ist sehr unterhaltsam. Ist aus dem Leben gegriffen und handelt nach einer wahren Geschichte. Mit dem Voyeurismus, den jeder in sich hat, könnte es für die Leser sehr spannend und unterhaltsam sein!

Zum Roman „Fliegender Ring“:

Woher hattest du die Idee zum neusten Buch?
Es handelt sich um eine wahre Geschichte, welche stattgefunden hat. Und ich habe sie bis auf ganz wenige Abweichungen so niedergeschrieben, wie ich sie gehört habe. Es ist eine wirklich verrückte Geschichte! Das Resultat sind 110 Seiten, so wie ich es wollte: Eine kurze prägnante Geschichte, die man in einem „Schnurz“ lesen kann. Eigentlich grad das Gegenteil zum Vorgängerroman „Ewig die Dummen“.

Ist der Inhalt des Romans nicht nur eine Selbstreflexion der Romanfigur Andres Binder, sondern gar auch von dir?
Klar, in dieser Geschichte schwingt sicher auch einiges von mir mit. So wie ich die Figur gesehen habe. Es steckt viel von mir drin.

Zu Aldo‘s Leben:

Wie verdienst du deinen Lebensunterhalt?
Ich gehe derzeit keiner Festanstellung nach und halte mich mit verschiedenen Jobs über Wasser. Im Frühling und Sommer ist es vor allem eine Anstellung beim Theater Kanton Zürich. Ich war mit ihnen bisher schon siebenmal auf Sommer-Tournee, welche uns im Kanton Zürich von Gemeinde zu Gemeinde führt. Es handelt sich dabei um ein Freilichttheater. Ende Mai ist jeweils Premiere und die Saison dauert bis Mitte Juli. Das ist stets eine ganz intensive Zeit. Meine Aufgabe besteht darin, beim Bühnenbau oder beim Tribünenbau mitzuhelfen.
Das besagte Theater Kanton Zürich ist wohl in Winterthur stationiert, gibt dort aber sehr selten Gastspiele. Sie verfügen über mehrere Stücke, von welchen sie das Bühnenbild in verschiedenen Lastwagen-Anhängern verstauen können. Im Winter hat das Theater hier und dort einige Gastspiele im Kanton Zürich oder auch ausserkantonal. Wenn Bedarf besteht, kontaktiert mich der Technische Leiter.
Weiter arbeite ich für eine Eventagentur, wo ich Auf- und Abbauten mache. Zudem helfe ich auch in einer Schreinerei mit, welche von zwei guten Typen betrieben wird. Nicht eine Schreinerei im herkömmlichen Sinn. Sie machen dort einfache Möbel, modern gestaltet. Wenn sie mich brauchen, rufen sie mich an.
Ich arbeite halt dann, wenn was reinkommt. Es ist ein zweischneidiges Schwert, mit Monaten, wo sehr wenig läuft.

Was bedeutet für dich Familie?
Sie bedeutet für mich ziemlich alles. Klar, ich habe auch andere Dinge, die mir wahnsinnig wichtig sind. Aber im Augenblick ist für mich die Familie mit Abstand das Wichtigste. Ich habe mich entschieden, Kinder zu haben. Ich will einfach da sein für die Familie, und habe mich deswegen sehr eingeschränkt. Kinder grossziehen ist für mich eine Lebensaufgabe. Aber ich vergesse auch mich selber nicht. Und meine Frau und ich vergessen uns nicht. Es ist wichtig, dass man als Paar funktioniert, und sich selber nicht vernachlässigt.

Wie teilst du dir deine Zeit zwischen Familie, Beruf und künstlerischem Schaffen ein?
Mit Hilfe meiner Agenda, ohne sie wäre ich aufgeschmissen. Vor siebeneinhalb Jahren, als Philon geboren wurde, habe ich meine erste Agenda gekauft. Bis dahin hatte ich nie eine Agenda benutzt. Seit Philon’s Geburt ist alles komplett anders. Ich musste lernen, meine Sachen wie die Musik oder das Schreiben, einzuteilen. Dabei habe ich mich am Anfang schwer getan, wusste aber dass es notwendig ist. Denn ich wollte meine Frau unterstützen. Dana und ich haben mittlerweile so einen guten Ablauf miteinander, dass alles mühelos geht und ich auch zu einem freien Morgen oder Nachmittag komme. So kann ich mich darauf vorbereiten und bin dann parat.

Was für Dinge des Weltgeschehens bewegen oder beschäftigen dich derzeit?
Was mich momentan am meisten beschäftigt, ist Syrien. Was dort alles abläuft und passiert. Das geht mir viel durch den Kopf. Und natürlich der Terrorismus allgemein, welcher durch die Massenmedien omnipräsent ist. Wenn ich die Nachrichten höre, stelle ich fest, dass die religiösen Unterschiede immer stärker an den Tag kommen. Ich möchte unbedingt anfügen, dass ich, was die Menschheit und ihre Regierungen anbelangt, ganz klar ein Pessimist bin. Ich bin der Meinung, die Menschen haben sich selbst im jetzigen Zustand verdient. Assad, Erdogan, Putin, Kim Jong-un, Trump…: Alles Grössenwahnsinnige. Die Liste liesse sich beliebig verlängern.
Mehr als die meisten Länder der Erde ist die Schweiz ein gebildetes Land, mit einer direkten Demokratie. Bewohnt von Menschen, die hart arbeiten und dadurch unseren Wohlstand sichern. Es gibt so gut wie keinen gerechtfertigten Grund, mit der gegenwärtigen Lage bei uns unzufrieden zu sein. Ich bin einfach nur froh, hier leben zu dürfen. Es geht uns hier verdammt gut; das dürfen wir nicht vergessen.

Im zweiten Teil, welcher in Bälde aufschaltet wird, behandle ich ausgiebig die künstlerische Tätigkeit von Aldo und den Bezug zu seiner Heimat Muotathal.

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Am Samstag, 10. Dezember öffnet der „Earl Music Club“ seine Tore

Nachdem die Tore des Konzertlokals „Vorhöll“ im Stalden sich anfangs dieses Jahres schlossen, fehlte im Muotatal regelrecht eine derartige Lokalität, wo verschiedenste Konzerte oder kleine Theateraufführungen durchgeführt werden konnten. Am kommenden Samstag wird mit der offiziellen Eröffnung des „Earl Music Club“ an der Industriestrasse 6 in Ried-Muotathal SZ diese Lücke wieder geschlossen. Auf der clubeigenen Facebook-Seite findet man dazu folgende Informationen: „Der EARL MUSIC CLUB ist das Vereinslokal des Earl-Verein-Muotathal. Hier werden in loser Folge Konzerte und andere kulturelle Anlässe (zum Beispiel Filmabende) veranstaltet.“ Die Betreiber des kleinen, aber feinen Lokals werden Hugo „Hügi“ Schelbert („Bächelers“), Ralph „Hoss“ Gwerder („Schmalauelers“) und Markus „Märki“ Betschart („Gigärä Pitschä“) sein. Am 10. Dezember wird der Einstand mit einem Konzert der HOLY JUICE aus Steinen SZ gefeiert.

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Die drei Club-Betreiber: Märki, Hoss und Hügi (von links)
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Vorgeschichte
Hügi, Hoss und Märki redeten schon länger davon, irgendwann einen eigenen Music Club zu eröffnen. Sie schauten deswegen im Muotatal geeignete Räumlichkeiten an. Hölloch-Wirt Bruno Suter schlug ihnen vor einiger Zeit das geschlossene Restaurant Pragelpass vor. Da das Gebäude aber wegen Abbruch und Erstellung eines Neubaus nur etwa zwei Jahre zur Verfügung gestanden hätte, lehnten sie dieses Angebot ab. Ein leer stehender Raum in Hügi‘s Elternhaus war auch kurzzeitig ein Thema. Sie liessen die Idee aber wieder fallen, da es sich um ein Wohnhaus handelt und ringsherum Leute wohnen. Irgendwann sagte ihnen Daniel Inderbitzin, ein Bandkollege von Hügi, dass eine grössere Fläche bei der Inderbitzin AG im Ried schon seit mehr als einem Jahr zur Vermietung ausgeschrieben sei. Die Fläche erstreckt sich über vier Container mit dünnen Zwischenwänden. In diesen waren einst die alten Büros der Inderbitzin AG und provisorische Schulräume untergebracht. Hügi erklärt: „Als wir auf diese Räumlichkeit kamen, ergab sich Schritt um Schritt. Nachdem wir die Bareinrichtung der geschlossenen Vorhöll gekauft haben, begannen wir ernsthaft darüber nachzudenken, hier drin Konzerte zu veranstalten.“ Märki ergänzt: „Als wir wussten, dass wir das mieten werden, haben wir bewusst auf dieses Ziel hin gearbeitet.“ „Nachdem wir uns mit den Verantwortlichen der Inderbitzin AG einig waren, haben sie sogar die Zwischenwände rausgerissen und die Ausmasse des Raumes wurden ersichtlich“, fügt Hoss an.

Woher stammt der Name des Clubs?
„Earl“ ist der Name eines Buses, den Hügi, Hoss und Märki einst besassen. Es handelt sich dabei um einen VW LT, Baujahr 1978, und war ursprünglich als Wohnmobil im Einsatz. Nach dem Kauf 2003 entfernten sie den Küchenteil, damit fünf Personen im Bus schlafen konnten. Mit Earl waren die drei Freunde bis 2015 regelmässig unterwegs. Ein Nachfolger musste inzwischen wieder her, dieser hört auf den Namen Tumbler.
Hoss malte als Erinnerung anhand einer Vorlage das Bild von Earl an eine Wand im neuen Club. Earl heisst eigentlich ausgesprochen „Extravagantes aussergewöhnliches Raumlastfahrzeug“. Wobei zuerst die Kurzform war und der lange Zusatz später dazu gedichtet wurde. Hoss sinniert: „Wir sind mehr als zehn Jahre mit diesem Bus rumgefahren. Er ist uns schon ans Herz gewachsen“, und Hügi meint: „Earl entwickelte sich besonders bei den Jungen im Thal zu einem Begriff.“ Märki weiter: „Es hat halt auch mit Musik zu tun. Zuerst war Earl der Band-Bus unserer Trashmetal-Band Ambrossia.“
Die drei gründeten den Earl-Verein-Muotathal als Trägerschaft für das Konzertlokal. Für sie ist es eine Absicherung sowie Stütze, und vereinfacht vieles bei der Organisation rund um den Club. Der Verein besteht nebst ihnen aus dem Ehrenmitglied Rolf Gwerder. Rolf war ursprünglich der „vierte Mann“, musste aber aus beruflichen und familiären Gründen etwas kürzer treten. „Rolf hat uns so oft wie möglich bei den Einrichtungsarbeiten geholfen. Putzte dabei alle Lüfter, schweisste und montierte Halterungen und half bei der Herrichtung des Vorhanges mit“, erzählt Hügi. Märki ergänzt: „Er war von Anfang an unser Ehrenmitglied. Wir wollen für unseren Verein momentan aber keine weiteren Mitglieder.“

Die Planung und Einrichtung
Am 5. November 2015 standen die drei zwecks Besichtigung zum ersten Mal vor der Tür des heutigen Music Clubs. Die anschliessende Planung führten sie selber durch. Die Überlegungen liefen in die Richtung, wo sich die Bühne befinden soll und dass wegen den Nachbarn die Wände isoliert werden müssen. Die bereits erstandene Bar-Theke zogen sie mit in die Planung ein. Im Voraus wurde Bruno Föhn, der Feuerschauer der Gemeinde Muotathal, angefragt, was sicherheitstechnisch alles zu machen ist. So zum Beispiel, dass ein Raum ab 50 Personen zwei Notausgänge haben muss. Hügi ergänzt: „Für das Gebäude, in welchem sich die Music Bar befindet, wurde eine Umnutzung vorgenommen. Damit hier auch ein Gastgewerbe-Betrieb untergebracht werden kann. Dies nahm sogar Stefan Inderbitzin von der Inderbitzin AG in die Hand. Dafür sind wir ihm dankbar. Wir haben selbstverständlich eine Bewilligung für die Betreibung des Clubs.“ Märki fügt an: „Wenn wir schon etwas investieren, soll auch alles korrekt abgesichert sein.“
Die Einrichtungsarbeiten liefen von März bis Oktober. Die Hauptarbeit ist verrichtet, ein paar kleine Details sind noch zu machen. Hoss erzählt: „Wir nahmen es locker und liessen uns Zeit. Die Arbeiten schritten aber jeweils gut voran, und machten uns auch Spass. Nebst der Bar sind auch die Tischchen, Hocker und die Lampen oberhalb der Theke von der Einrichtung der Vorhöll. Der feuerfeste Vorhang hinter der Bar und der Bühne bekamen wir als Sponsoring-Beitrag vom Theater Muotathal.“ Die Inderbitzin AG unterstützte die drei tatkräftig und installierte ihnen unter anderem Deckenradiatoren zur Beheizung des Raumes. Wie bereits erwähnt, griff ihnen bei der Einrichtung Rolf Gwerder unter die Arme. Weiter half ihnen bei vielen Arbeiten auch Beat Immoos, ein Kollege von der Band Bad Sin. Märki ist Elektromonteur, Ralph Möbelschreiner und Hügi Automechaniker: Drei Handwerker mit Berufen, welche ideal für viele Arbeiten waren. So konnten sie vieles selber machen und dabei auch einiges an Geld einsparen.
Eine neue Lichtanlage wurde angeschafft. Die komplette Musikanlage wurde von Märki beigesteuert. Der Club verfügt über eine Bühne und ist mit Musikinstrumenten eingerichtet, eine sogenannte Back-Line. Auftretende Bands dürfen davon Gebrauch machen, und müssen so nur ihre persönlichen Instrumente wie beispielsweise Gitarren mitnehmen.

Wie sah die Finanzierung aus?
Hügi, Hoss und Märki finanzierten alles selber. Jeder investierte eine grössere Summe in das Unterfangen Earl Music Club. Die endgültige Abrechnung wurde noch nicht gemacht. Für laufende Rechnungen errichtete der Earl Verein ein eigenes Bankkonto. Wie Hügi erklärte, ist es deshalb ihre Absicht, einmal im Monat ein Konzert durchzuführen. Damit Geld reinkommt, um die Investitionen abzahlen zu können. Märki: „Schön wäre es, wenn die getätigten Investitionen irgendwann abbezahlt sind.“
Der Raum des Clubs ist etwa 79 Quadratmeter gross und erfüllt gerade noch die Grösse für einen Raucherraum. Die Betreiber rechnen damit, dass um die 100 Personen Platz im Club finden werden. Zudem sind genügend Parkplätze zwischen den beiden Firmen Imhof Carrosserie- und Spritzwerk sowie der Inderbitzin AG vorhanden. Dies in einem abgegrenzten Bereich, damit auf der Seite, wo sich Wohnhäuser befinden, keine Lärmemissionen entstehen können.

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„Earl“, der Namensgeber des Clubs
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Was wird im Earl Music Club alles angeboten?
Das Ziel ist, dass der Club einmal im Monat an einem Samstag geöffnet hat, und ein Anlass durchgeführt wird. Die Tore werden dann jeweils von 19 bis maximal 4 Uhr in der Früh offen sein. Dafür wird vorgängig eine Bewilligung für die Verlängerung eingeholt. Es werden nur kleine Snacks, aber keine warmen Speisen serviert. Bei den Getränken ist keine grosse Karte vorgesehen. Im Angebot werden Mineralwasser, Bier, Wein und ein paar Spirituosen sein. Die drei wollen nicht eine Bar in dem Sinne betreiben, sondern einen Konzertraum mit beschränktem Verpflegungs-Angebot.
Nebst Konzerten wollen sie auch Filmabende durchführen. Zu diesem Zweck haben die Betreiber eine Leinwand beim Bühnenbereich samt einem Beamer und einem entsprechenden Dolby Surround-System installiert. Hügi erklärt: „Möglich wäre auch das Aufführen von Kleintheatern mit etwa fünf Personen, wie sie auch schon in der Vorhöll stattgefunden haben. Wir sind für alles offen.“ Märki ergänzt: „Ganz allgemein gesagt, können hier verschiedene kulturelle Sachen gezeigt werden. Künstler von der Kleinkunst-Szene würden hier gewissermassen Platz finden. Es steht nächstes Jahr auch eine Techno-Party auf dem Programm. Einen Filmabend kann es aber durchaus auch spontan dazwischen geben.“
Die drei betonen, dass sie kein Aufnahmestudio seien, wie im Bote der Urschweiz geschrieben wurde. Aufnahmen für Bands könnten aber durchaus getätigt werden.

Welche Schwierigkeiten galt es seit der Idee bis zur Eröffnung des Clubs zu meistern?
Märki dazu: „Eigentlich überhaupt keine. Es lief alles relativ gut ab. Alle Bewilligungen und Genehmigungen wurden uns ohne Probleme und rasch erteilt. Da waren wir am Anfang im ungewissen und wussten nicht, wie das ablaufen würde.“ Hügi sieht es so: „Es gab schon manchmal Zeiten, wo es ein wenig stockte und nicht vorwärts ging. Dazu kamen auch kleine Verzögerungen. Zudem mussten wir auch manchmal zusammen sitzen und das weitere Vorgehen besprechen. Wir drei sind jedoch unkompliziert und konnten uns immer auf gute Lösungen einigen.“ Hoss weiter: „Ich habe nebst anderem auch die Ausschankbewilligung eingeholt. Was die Gemeindebehörde und den Gemeinderat von Muotathal betrifft kann man sagen, dass alles sehr unkompliziert ablief. Wir sprechen ihnen dafür unseren Dank aus. Das einzige, was uns ab jetzt in die Quere kommen könnte, könnten die Nachbarn sein. Wenn wir eventuell zu laut sein sollten.“
Die Nachbarn rings um den Music Club haben die drei vorgängig mit einem Flugblatt informiert und luden sie am 12. November zu einem Apéro ein. Ein paar von ihnen kamen, und konnten so die Clubbetreiber und das Lokal kennen lernen. An jenem Tag fand zudem ein „Soft-Opening“ mit ein paar geladenen Kollegen und Mitmusikern statt. Eingeladen waren auch die Verantwortlichen der Inderbitzin AG. Es waren um die 40 Personen anwesend. Die drei erzählten, dass es für sie zudem auch ein kleiner Test war, da sie bisher noch nie einen Club führten. Unisono erklärten die drei Freunde, dass es ein guter und gemütlicher Abend war.

Die Vorfreude zur bevorstehenden Club-Eröffnung ist gross
Der Club wird in erster Linie von den drei betrieben, bei Bedarf mit Unterstützung von Rolf und Alex Gwerder. Hoss erklärt: „Wenn uns Kollegen helfen wollen, können sie dies gerne tun. Einige haben uns bereits ihre Hilfe angeboten. Es wird sich dann zeigen, wie viele Leute es in Zukunft benötigt.“ Märki: „Wir waren schon an vielen Konzerten und sahen dabei viele Dinge, die man eigentlich besser machen könnte. Auch als Musiker bringen wir unsere gemachten Erfahrungen mit ein.“ Hügi ergänzt: „In den meisten kleinen Lokalen musst du jeweils alles selber mitnehmen und aufstellen. Das fällt hier weg. Fast nirgends triffst du auf eine komplette Musik- und Instrumenten-Einrichtung.“ Sie haben eine grosse Freude, dass es nun bald losgeht und erwarten coole Abende.
Das Echo zur bevorstehenden Eröffnung des Clubs sah bisher äusserst positiv aus. So erschien im Bote der Urschweiz am 30. November ein Bericht, und im Muotathaler Info-Blatt fanden sie ebenfalls Erwähnung. Weiter erhielten Hügi, Hoss und Märki auch positive Feedbacks via Facebook, wo sie vor kurzem eine eigene Seite eröffneten. Hügi dazu: „Viele Leute freuen sich, dass es ein kleiner Club wie im Stil von den nicht mehr geöffneten Vorhöll oder Kult-Turm geben wird. Für die Bands wird es von der Grösse her ein dankbarer Ort zum Auftreten sein.“ So haben schon etliche Bands um eine Auftrittsmöglichkeit nachgefragt. Bis und mit März ist schon jeder Monat ein Anlass geplant.

Die Philosophie des Earl Music Clubs
Die Clubbetreiber möchten kleine Konzerte für ein kleines Publikum durchführen und dabei Rockmusik in den verschiedensten Facetten anbieten. Die Stilrichtung soll dabei möglichst breit gefächert sein. Hügi ist folgendes wichtig: „Im Bastards Place werden auch Konzerte durchgeführt, und wir möchten sicher nicht deren Konkurrenz sein. Unser Club ist ein Konzertlokal und wir möchten in erster Linie eine Auftrittsmöglichkeit für kleine Künstler bieten. Das Bastards Place ist im Gegensatz zu uns ein Restaurant und kein Konzertlokal im üblichen Sinne. Ein Restaurant, wo auch Konzerte angeboten werden.“ Hoss erläutert weiter: „Nick Betschart vom Bastards Place organisiert zwar schon verschiedenste Bands. Schlussendlich fährt er aber eher die Rock-Schiene. Wir möchten aber auch Death Metal-Konzerte oder Techno-Partys anbieten. Wir sehen uns daher quasi als Ergänzung. Es schadet gar nicht, den Muotathalern auch andere Musikrichtungen nahe zu bringen. Es ist zudem unser Ziel, dass auch Leute von Schwyz und Umgebung in den Club kommen.“

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Der kleine aber feine Earl Music Club
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Hügi, Hoss und Märki erklärten zum Schluss, dass sie bei der Einrichtungsarbeit eine gute Zeit hatten. Sie sahen sich dadurch wieder viel mehr, wie in ganz jungen Jahren. Das schweisste sie wieder zusammen. Früher spielten die drei Musiker gemeinsam bei der Death Metal-Band Ambrossia. Als die Band aufgelöst wurde, sahen sie sich automatisch weniger. Man kann wirklich sagen: Drei Freunde verwirklichten sich mit dem Earl Music Club einen lang gehegten Traum.
Ich erhielt beim Gespräch einen hervorragenden Eindruck von dem Lokal: Ein gemütlicher und angenehm eingerichteter Konzertraum. Man fühlt sich dort sofort wohl.

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